
Der Verein Kohlebahn e.V.
Neben der Schmalspurbahnromantik an den Fahrtagen erwarten Sie verschiedene Sonderfahrten und Sonderzüge. Zu den Sonderfahrten gehören die Fahrten an Fest- und Feiertagen oder zu besonderen Events. Für Firmen- oder Familienfeiern bieten wir neben der besonderen Location - unserem renovierten Lokschuppen, Sonderfahrten und -züge mit Salonwagen, Tanzboden und sogar ein rollendes Trauzimmer. In der kalten Jahreszeit sind unsere Wagen selbstverständlich beheizt. Wenn Sie Interesse haben, rufen Sie einfach an. Wir beraten Sie gern.
Im Bahnhof Meuselwitz erwartet Sie unser technisches Museum, mit einem großen Freigelände, viele technische Anlagen, bergmännische Exponate, Dokumente und historische Züge. Mit dieser Ausstellung wollen wir die mehr als einhundertjährige Geschichte des Braunkohlenbergbaus in unserer Region darstellen und einem breiten Publikum zugänglich machen. In der Modellausstellung zeigen wir im steten Wachsen das Wiederentstehen der Bahnstrecke Meuselwitz-Altenburg mit markanten Detaildarstellungen. Gleichzeitig wird die Modellausstellung über, die Braunkohlegewinnung und -verarbeitung mit beweglichen Modellen weitergestaltet.

Lokschuppen der Kohlebahn mit Drehscheibe auf dem Bahnhofsgelände von Meuselwitz (Aufnahme vom 10.07.2006)
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die „Kohlebahn" fährt heute - mit Dieselantrieb ausgestattet - über die thüringisch-sächsische Grenze durch das nördliche Altenburger Land und einen Teil des Leipziger Südraumes. Auf dieser Strecke können Sie die idyllische Landschaft genießen und die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke besuchen. Dazu gehören in der thüringischen Kleinstadt Meuselwitz, der Seckendorff-Park mit der Orangerie, der Hainbergsee und der Wirkerpark. Vom Stadtrand aus führt Sie die Fahrt ins schöne Schnaudertal vorbei am Auholz. Wintersdarf lädt mit Ahnerhaus und alter Mühle zum Verweilen ein. Die weitere Fahrt führt Sie durch den Kammerforst, an dem auch der Haselbacher See liegt, wo eines der schönsten Erholungsgebiete der Region entsteht. Die Westernstadt und der Betriebsbahnhof sind das Erste, was der Fahrgast vom Vereinssitz Haselbach zu sehen bekommt. Auf schönen Wanderwegen um die Haselbacher Teiche kann man die Vielfalt der einheimischen Vogelwelt bewundern. Nach dem „Grenzübertritt" von Thüringen nach Sachsen - nicht zu übersehen durch das kleine Zollhäuschen - kommt der Haltepunkt RegisBreitingen in Sicht. Ein origineller Marktbrunnen und die beiden Kirchen der Stadt laden zum Besuch ein. Nach einer kurzen Rast für Mensch und Technik geht es mit der exotischen 900 mm Spurweite, auf 15 km Gleisen zurück zum Meuselwitzer Bahnhof, wo man nach etwa zweistündiger Fahrt wieder eintrifft.
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Verkehrstage 2010: (Änderungen vorbehalten!)
Sonderfahrt das ganze Jahr....
Essen, trinken, fröhlich sein... - unter diesem Motto gestalten wir Ihre ganz persönliche Party auf der Kohlebahn - unter anderem:
- „Der kleine Grenzverkehr" zwischen Sachsen und Thüringen - eine lustige Reise mit Wegezoll und Passkontrolle
- Wir bieten thematische Fahrten, z. B. „Kohlebahn sportlich", „Abenteuer Kohlebahn" oder „Zeitreise in die Geschichte der Kohlebahn"
Wir organisieren Kaffee und Kuchen, Grill-Picknick, kaltes Büffet oder eine Gulaschkanone. Auf Wunsch sorgen wir auch für die musikalische Unterhaltung ...
Einzelne Fahrten können aus technischen, personellen oder Witterungsgründen ausfallen. Mit dem Kauf einer Fahrkarte besteht kein Anspruch auf Beförderung in einem bestimmten Zug oder Wagen.
Büro Meuselwitz, Georgenstraße 46, 04610 Meuselwitz, Tel.: 03448/752550 oder 752143, per Fax: 03448/752144, oder im Internet: www.kohlebahnen.de e-Mail: kohlebahn.meuselwitz@freenet.de
Durch den Salonwagen wird mit Getränken und Imbiss für das leibliche Wohl in nostalgischer Umgebung gesorgt. Bei Sonderfahrten kann auf Bestellung die Gastronomie des Salonwagens mit einem kompletten Menü aufwarten.
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Fahrpreise (außer Sonderfahrten):
| Hin- und Rückfahrt Erwachsene | 12,00 € |
| Hinfahrt | 7,00 |
| Fahrt bis zwei Haltepunkte (einfache Fahrt) | 4,50 |
| Fahrt bis zwei Haltepunkte (Hin und Rückfahrt) | 9,00 € |
| Zuschlag für Mitnahme Fahrrad bzw. Hund | 1,50 |
| Kinder bis 12 Jahre Hin- u. Rückfahrt | 4,00 |
| Kinder bis 12 Jahre - Hinfahrt | 2,50 |
| Kinder bis 12 Jahre - Fahrt bis zwei Haltepunkte (einfache Fahrt) | 1,50 |
| Kinder bis 12 Jahre - Fahrt bis zwei Haltepunkte (Hin und Rückfahrt) | 3,00 € |
| Kinder bis 3 Jahre | frei |
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Fahrzeiten April - September (außer Sonderfahrten):
Hinfahrt |
Haltepunkt |
Rückfahrt |
| 12.15 14.15 16.15 | Bhf. Meuselwitz | 13.55 15.55 17.55 |
| 12.30 14.30 16.30 | HP Schnaudertal | 13.40 15.40 17.40 |
| 12.35 14.35 16.35 | HP Wintersdorf | 13.35 15.35 17.35 |
| 12.55 14.55 16.55 | BBH Haselbach | 13.15 15.15 17.15 |
| 13.00 15.00 17.00 | Bhf. Regis-Breitingen | 13.10 15.10 17.10 |
| Fahrzeiten Oktober bis Dezember ab Meuselwitz 13.00 Uhr und 15.00 Uhr, Ab Regis-Breitingen: 14.00 Uhr |
Das Museum Modelbahn und Lokschuppen ist nach Absprache geöffnet.

E-Mail: kohlebahn.meuselwitz@freenet.de
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Fast 50-jährige "EL 3" lässt ein Stück regionale Industriegeschichte weiterleben

Meuselwitz. Die Kohlebahn ist um eine Attraktion reicher. Am Sonntag geht erstmals wieder eine Elektrolok vom Typ „EL 3" auf Tour zwischen Meuselwitz und Regis-Breitingen. Loks diesen Typs waren bis Ende der 90er Jahre in den Tagebauen des Mitteldeutschen Braunkohlenreviers eingesetzt. Heute nun ist die wieder rollende, 75 Tonnen schwere „EL 3" aus dem Baujahr 1955 aber eine absolute Rarität.
Dem Chef des Kohlebahnvereines, Dr. Karsten Waldenburger, stand gestern der Stolz ins Gesicht geschrieben. „Nachdem wir die total verrottete Lokomotive im Jahr 2000 bei der Stamag in Regis abgeholt und damit sicher vor dem Schneidbrenner gerettet hatten, verschlang die Restaurierung unzählige Stunden."
Als kompliziert erwies sich auch das Vorhaben, die Lok tatsächlich wieder zum Rollen zu bringen. Denn nicht nur finanziell wäre es ein Unding gewesen, die Strecke wieder mit einer Oberleitung zu versehen. Die Lösung war ein Dieselaggregat auf Rädern, das nun den nötigen „Saft" liefert. Das Aggregat ist für den Fahrgast übrigens als solches nicht mehr zu erkennen: Geschickt wurde es in einem Original-Postwagen der einstigen Wuitz-Mumsdorfer Bahn untergebracht.
Gestern dann lagen zweieinhalb Jahre Testphase hinter den Eisenbahnfreunden und die Generalprobe konnte steigen. Mit Hartmut Hoffmann stand ein „alter Hase" auf dem Führerstand. Immerhin steuerte er 1978 bis 1995 solche Kolosse durch die Tagebaue der Region. „Das ist wie Fahrradfahren. Man verlernt es nie", meinte er. Aber dennoch sei es eine riesige Freude, wieder auf dem Bock von so einer Lok zu stehen. „Damit bleibt auch ein Stück Geschichte unserer Region erhalten. Denn keiner konnte das ahnen, als wir damals 1996 im Tagebau Schleenhain bestimmt 50 solcher Lokomotiven verschrottet haben."
Die Generalprobe verlief ohne Störungen. Künftig soll die letzte rollende „EL 3" der Region im regulären Fahrbetrieb Sonntags eingesetzt werden. Und dies wird nicht nur ein Schmeckerchen für Eisenbahnfans. „Wir entlasten damit auch unsere herkömmlichen Dieselloks und können auch mehr Wagen ankoppeln", nennt Waldenburger nur einen Vorzug. Zudem werde für die Passagiere die Fahrt wesentlich ruhiger.
Jörg Wolf
Quelle: Aus der "Osterländer Volkszeitung" vom 02. September 2004
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Jahreshöhepunkte der Kohlebahn
Jedes Jahr zu Ostern eröffnen wir die Saison mit einer "Fahrt in den Frühling" und dem Ostereier suchen...
Im Mai nehmen die Freunde des SR-1 und SR-2 und alle Moped-Fans die Kohlebahn in Beschlag. Ein Muss für jeden Zweirad-Fan...
Pfingsten, Himmelfahrt, Kindertag, Silvester ... Zu allen Fest- und Feiertagen können Sie sicher sein, da ist auch etwas auf der Kohlebahn los... Im Mittelpunkt unserer Veranstaltungen steht dabei immer die Familie, viel Spaß und gute Laune...
Den „Tag des Bergmanns" begehen wir traditionell am 1. Sonntag im Juli, mit einem großen Bahnhofsfest. Das ist jedes Jahr ein Treffen der Kohlebahnfans...
„Westerntage auf der Kohlebahn"
Der bekannteste Event auf der Kohlebahn sind zweifellos, die „Westerntage". Die Freunde der Kohlebahn, des Westernspektakels und der Indianer-Show treffen sich seit Jahren am 3. Wochenende im August zu diesem Höhepunkt ...
Dies sind längst nicht alle Veranstaltungen der Kohlebahn. Die neusten Informationen erhalten Sie unter: www.kohlebahnen.de

Aufnahmen vom Bergmanns- und Bahnhofsfest 2005
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Juli 2006 - Der Kohlebahnverein feiert in diesem Monat sein zehnjähriges Bestehen
Eine Erfolgsgeschichte
Die Kohlebahn hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem Touristenmagneten entwickelt. Stiegen anfangs noch um die 3000 Passagiere pro Jahr zu, so beförderte die Bahn 2005 schon rund 24 000 Ausflügler. Nun kann der für die Bahn verantwortliche Verein Kohlebahnen Haselbach am 25. Juli sein zehnjähriges Bestehen feiern. Eine Erfolgsgeschichte. „Es gibt im Leben Situationen, in denen Momente weitere Schritte förmlich provozieren", sagt Dr. Karsten Waldenburger. Der Bauunternehmer ging Mitte der 90er Jahre einen solchen konsequenten Schritt. „Mit dem schonungslosen Rückbau der Gleisanlagen der Grubenbahnen in unserer Nachbarschaft wurde unsere Vergangenheit abgerissen", erinnert sich Waldenburger. Auch er sei entsprechend vorbelastet, gesteht der Unternehmer ein. Nicht nur durch den Wohnort direkt dort, wo einst förmlich im Minutentakt die Kohlezüge vorbeirollten. Auch war sein Vater ein halbes Jahrhundert lang Eisenbahner. „Erst wollte ich ja aus rein privatem Antrieb heraus für mich und die Kinder ein bis zwei Kilometer Gleistrasse erhalten", erzählt Waldenburger. Aber die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltung als Besitzer der Trassen bot nach erstem Erstaunen über das doch ungewöhnliche Kaufansinnen noch mehr Kohlebahn-Relikte an.
„Damals mussten wir die Chancen und Risiken abwägen, die solch ein Eisenbahn-Projekt mit touristischem Hintergrund beinhaltet. Und es fanden sich damals mehr Chancen." Im Verein, der sich am 25. Juli 1996 mit 13 Mitgliedern gründete, fanden sich unter anderem auch Lokalpolitiker und andere Entscheidungsträger. „Wir haben immer darauf gebaut, die Verantwortlichen auf möglichst viele Schultern zu verteilen und vor allem eine Lobby für uns zu schaffen", sagt Waldenburger, der - wen wundert's - vom ersten Tag an dem Verein vorsteht. Heute gehören dem Verein 30 Personen und fünf Kommunen an.
An die Anfangsjahre erinnert sich Waldenburger noch sehr gut. „Vor allem gab es sehr große Probleme mit Leuten, die einfach nicht wollten, dass unser Plan funktioniert", umschreibt er vorsichtig die vor zehn Jahren sehr emotional geführten Debatten über den Sinn einer als Museumszug erhaltenen Kohlebahn. Aber mit Beharrlichkeit setzten sich die Eisenbahnfans durch. Der Ausnahmegenehmigung für den Betrieb 1996 folgte im Jahr darauf die dauerhafte Betriebserlaubnis. „Fortan galt es, die Bahn so weiterzuentwickeln, dass sie in der Region akzeptiert wird und zugleich attraktiv für Touristen ist", berichtet der Kohlebahnchef.
Währenddessen entpuppten sich die Pläne anderer Initiatoren als Luftschlösser. Der millionenschwere Flop des Technischen Museums Zechau, auf dessen Gelände heute nur eine Wiese wächst ist dafür bestes Beispiel. „Zechau war ein Trauerspiel. Auch wegen des fehlenden Engagements vieler Organisatoren, die sich drückten, Verantwortung zu übernehmen", urteilt Waldenburger. Wenigstens die Schienenfahrzeugtechnik aus Zechau hat überlebt - beim Kohlebahnverein.
Der hingegen machte nicht die Fehler der anderen, setzte sich realisierbare Ziele. „Wir haben immer genau kalkuliert, was machbar ist und was warten muss", nennt Waldenburger einen Erfolgsgrund der Bahn. Der Fuhrpark wurde erweitert wie auch die Strecke bis zum Bahnhof Meuselwitz, welcher wiederum ausgebaut und vor dem Verfall gerettet wurde.
Nach wie vor mangelt es nicht an Plänen. 2007 soll die 2,1 Kilometer lange Anbindung an den Haselbacher See gebaut werden. „Und irgendwann hoffe ich, dass eine Dampflok rollt", sagt Karsten Waldenburger. Vorhanden ist sie schon: Eine Kriegsdampflok wurde bereits 2001 angeschafft. Zur Sanierung fehlt das Geld - noch.
Jörg Wolf
Quelle: Aus der "Osterländer Volkszeitung" vom 06.07.2006
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Fotos vom Bergmanns- und Bahnhofsfestes 2007

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Rückblick auf die 9. Westerntage 2007
Am 3. Augustwochenende schnupperte es in Haselbach wieder nach Westernluft und wir können sagen, es stimmte fast alles zu den 9. Westerntagen bei der Kohlebahn. Ein abwechslungsreiches Programm, nicht nur in der Westernstadt sondern auch an der Strecke, bot gute Unterhaltung für die zahlreich angereisten Besucher. Die Tänzer, die Indianer, die Südstaatler, Cowboys, die finsteren Gestalten im neuen Knast u. viele, viele mehr sorgten für eine Stimmung, wie sie im "Wilden Westen" nicht besser hätte sein können. Musikalisch umrahmt wurde das Programm in der Westerntown Haselbach von Lusatian Grass und vom Ranger im Sondereinsatz. Am Abend konnten dann alle Tanzwütigen im Festzelt bei den Klängen der Flemmingband und im Saloon bei Countryklängen von RIS so lange tanzen, bis die Stiefel qualmten. Man könnte fast sagen, es war ein Fest der Superlative, denn sogar der Wettergott spielte an diesem Wochenende mit. Natürlich gab es auch kleine Pannen, wie zum Beispiel der Ausfall einer Lok oder dass bei einer Westernparade die Kühe ihren eigenen Kopf durchzusetzen versuchten. Aber dafür war alles Live. Sollten wir doch einige Gäste nicht ganz zufrieden gestellt haben, entschuldigen wir uns hiermit und sagen, wir sind lernfähig. Und mindestens zu den 10. Westentagen am 16. und 17. August 2008, kann es nur besser werden.
Christine Hartung
Quelle: Aus dem "Bote von der Schnauder" vom 15. September 2007

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Buntes Programm beim Bahnhofs- und Bergmannsfest 2008

Trotz bedeckten Himmels und eher kühlen Temperaturen kamen am Sonntag den 13. Juli 2008 einige ganz schön ins Schwitzen, das Team der Strongest-Men aus Kitzscher machte seinem Namen alle Ehre. So verblüffte einer der Muskelprotze, indem er eine Lok mit zwei Wagen mit einem Gesamtgewicht von 39 Tonnen zog. Derartige Rekordversuche haben mittlerweile schon Tradition beim Bahnhofsfest der Kohlebahn.
Natürlich gab es neben den Kraftanstrengungen auch ein buntes Programm. So sorgte die Modellbahnanlage bei Groß und Klein für Kurzweil und auch an musikalische Untermalung war dank einer Blaskapelle gedacht. Außerdem boten Hüpfburg, Glücksrad und Bastelstraße Unterhaltung für die kleinen Gäste.
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An der Kohlebahn lockten die zehnten Westerntage Tausende Besucher an

Haselbach. Pünktlich zur zehnten Auflage der Westerntage am vergangenen Wochenende war er trotz des Trubels nie zu übersehen: Karsten Waldenburger Der Kohlebahnchef präsentierte etwas ganz Besonderes: einen zum beeindruckenden Reitpferd umgebauten Drahtesel. Mit diesem „Pferd" schien er wie der Blitz überall gleichzeitig zu sein. Wann steigt der stilgerecht in ein CowboyOutfit gewandete Kohlebahnchef eigentlich endlich auf einen richtigen Gaul um? „Das habe ich am Sonnabend tatsächlich erstmals ausprobiert", sagte Waldenburger lachend und wirkt angesichts dieser Erinnerung an einen recht wilden Ritt bei der Jagd nach Kühen ein wenig gequält. „Es war schon eine ganz große Sache, so hoch zu Pferd. Aber hauptsächlich bleibe ich lieber bei meinem Drahtesel", meint er schmunzelnd. Dieses falsche Pferd war wohl der einzige Stilbruch bei sonst rundum gelungenen Jubiläumswesterntagen. Tausende Besucher - mittlerweile aus ganz Deutschland kommend und nicht selten im Stile des Wilden Westens kostümiert - ließen sich das Spektakel in Thüringens östlichstem Zipfel nicht entgehen. In der Westernstadt trieb mancher Ganove sein Unwesen. entsprechend stilgerecht auch das Gefängnis und der Sheriff. Schule, Bank und Saloon fehlten da ebenso wenig wie die passende Musik sowie Einlagen von Indianern oder Cowboys, die für Unterhaltung sorgten. „Dabei war unsere Stimmung noch am Freitag ziemlich am Boden", gesteht Waldenburger. Kein Wunder: Der Regen ließ nichts Gutes erwarten. Aber Klärchen hatte ein Einsehen und bescherte dann doch sonnige Westerntage. Und was in dem erneut liebevoll und detail versessen umgestalteten Betriebsbahnhof vor sich ging, war aller Ehren wert. „1999 hatten wir mit insgesamt drei Zugfahrten und 20 bis 30 Helfern angefangen. Nun sind wir bei rund 170 Helfern und zehn restlos ausgebuchten Fahrten der Kohlebahn", benennt Waldenburger nur zwei bemerkenswerte Eckdaten. Natürlich: Die Passagiere der Kohlebahn erlebten wie schon in den Jahren zuvor entlang der Strecke jede Menge Abenteuerliches und mussten sogar einen Überfall überstehen. Erstmals trieben auch düstere Gestalten entlang der Bahnstrecke ihr Unwesen, die so manche Dame aus dem Zug kidnappten - alle kamen am Ende jedoch wohlgemerkt wieder heil zu ihren Familien zurück. Es ist zweifelsfrei diese Mischung aus pulsierender Westernstadt und rollender Kohlebahn, die den Westerntagen zu großer Beliebtheit verholfen haben. Mittlerweile avanciert das Fest im kleinen Haselbach in Sachen Bedeutung auf Rang zwei solcher Events gleich hinter dem berühmten Radebeul. „Das hat uns sogar der Direktor des Radebeuler Museums bestätigt, der persönlich vor Ort war."
So viel Lob hat einen besonderen Grund: Die traditionellen Westerntage in Haselbach werden überwiegend von Ehrenamtlichen in Szene gesetzt. Im Vordergrund soll der Spaß stehen und nicht etwa der Kommerz, der bei ähnlichen Veranstaltungen immer mehr die Oberhand gewinnt.
Jörg Wolf
Quelle: Aus der „OVZ“ vom 19.08.2008
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Weitere Links zur Kohlebahn:
www.kohlebahnen.de - offizielle Kohlebahn Website
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